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Der Schulhof im Bestand [47]

Gesamtschulmodel Renovierungskonzept, Entwurfsideen von Anais Charlier und Henriette Chommichow [32]

Ein Lern - Pavillion und Schulhof Konzept für die ABU EL-SOUD Grundschule in EZBET ABU QARN 

von Dr. Ing. Manal El Shahat [29] 
 
Die Initiierung des Ezbet-Projektes Das Ezbet-Projekt wurde 2012 mit dem Ziel initiiert, die Bildung, die Gesundheit und die beruflichen Kompetenzen zu fördern, die später die wichtigsten drei Grundpfeiler der nachhaltigen Entwicklungsansätze des Projektes darstellen. Das Vorhaben basiert auf der Zusammenarbeit zwischen akademischen Institutionen (der Universität Stuttgart in Deutschland und der Shams Universität in Ägypten) und existierenden aktiven Nichtregierungsorganisationen (NGOs) vor Ort.  Das Hauptziel des Ezbet Projektes ist die Realisierung eines Prototypenmodells für eine nachhaltige Stadtentwicklung in einem der informellen Gebiete in Kairo, in Ezbet Abu Qarn, mit dem Ansatz, die lokale Bevölkerung miteinzubeziehen. Das Vorhaben beruht auf einem partizipatorischen Ansatz und versucht eine Bottom-up Entwicklungsstrategie in solchen informellen Gebieten. Darüber hinaus bildet das Projekt ein partizipatorisches Modell ab, bei welchem Akademiker wie Studenten eine wichtigere Rolle in ihrem Tätigkeitsfeld anhand einem konkreten Projekt spielen können, indem sie ihr Fachwissen und ihr allgemeines Interesse an der Gemeinschaftsentwicklung nutzen, um konstruktive Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung informeller
Gebiete zu ergreifen. Die junge Akademikergeneration spielt bei dem Entwicklungsprozess die Hauptrolle vor Ort, zusammen mit der örtlichen Bevölkerung. Mit dieser Motivation startete das Ezbet-Projekt 2013 mit seiner ersten Aktion, einem Studentenwettbewerb. Die Studenten wurden dazu aufgerufen, ihre Visionen und Gestaltungskonzepte für ein Gemeinschaftsgebäude umzusetzen, die die Umgebung achten sowie günstige und einfache Bautechniken verwenden sollten, damit sie durch das Einbinden aller Akteure, insbesondere der örtliche Bevölkerung, umgesetzt werden können.   Das soziale Entwicklungskonzept für Ezbet Betrachtet man den Bottom-Up-Ansatz zur Gemeindeentwicklung, bemüht das Ezbet Projekt sich, die Lebensbedingungen zusammen mit dem Ort zu verbessern. In dem Glauben, dass nur gesunde und gut ausgebildete Bevölkerungsgruppen sich aktiv beteiligen und etwas Positives zum Entwicklungsprozess beitragen können, wurde das Ezbet Projekt gebeten, ein soziales Entwicklungsprogramm zusammen mit einem baulichen Entwicklungsprogramm umzusetzen, welches partizipatorische Maßnahmen und Aktivitäten für die Bevölkerung von Ezbet beinhalten sollte. Aus diesem Grund erweiterte das Ezbet Projekt seinen Anwendungsbereich, um die Bevölkerung Ezbets auf die tatsächliche, aktive und effektive Teilhabe am Umsetzungsprozess vorzubereiten. Dieses soziale Entwicklungsprogramm verläuft parallel mit den Baustellen-Vorbereitungen und den unterschiedlichen Forschungsarbeiten zu den nachhaltigsten Baumaterialien für den Entwurf des Gemeinschaftszentrums. Folglich befasst sich das soziale Entwicklungsprogramm hauptsächlich mit der Verbesserung der Lebensgrundlage in Ezbet. Im Rahmen dieser Entwicklung wurde auch ein Programm zur Verbesserung der Ausbildung anvisiert, von dem die Menschen in Ezbet direkt profitieren. Die Entwicklung einer besseren Umgebung für die zukünftigen Generationen Obwohl das Ezbet Projekt eine bessere Zukunft zu schaffen anvisiert, liegt das Hauptanliegen in der Erziehung und Ausbildung der zukünftigen Generation, die die Entwicklungsprogramme realisieren und unterstützen soll. Daher liegt der Fokus auf der Ausbildung der Kinder in Ezbet. Das Bildungsprogramm sieht keine neuen Bildungsangebote vor, sondern strebt eine Verbesserung der bereits vorhandenen Ressourcen und Bildungseinrichtungen an, die die meisten Kinder in Ezbet besuchen. Daher befasst sich das Bildungsprogramm mit der Verbesserung der aktuellen baulichen Situation dieser Einrichtungen, um ein besseres Bildungsumfeld zu schaffen. Eine dieser Einrichtungen ist die von den Kindern aus Ezbet meist besuchte Grundschule "Abu El-Soud“ Primary School. Die "Abu El-Soud" Grundschule In der informellen Siedlung befinden sich nur zwei Grundschulen und beide sind in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Die "Abu El-Soud" Grundschule stellt eine der elementaren bestehenden Einrichtungen dar, die einen dringenden Sanierungsbedarf aufweisen. An normalen Tagen besuchen über 1.000 Kinder von der ersten bis zu sechsten Klasse sowie zwei Vorschulgruppen (KG1 und KG2) die Schule. Die meisten dieser Kinder stammen aus dem informellen Gebiet Abu Qarn. Jede Klasse beherbergt 50-60 Kinder sowie einen Lehrer. Der Direktor der Schule versucht die Situation der Schule zu verbessern, jedoch sind die finanziellen Mittel sehr begrenzt. Die gegenwärtige Situation der “Abu El-Soud” Grundschule
Der Umbau der gegenwärtig schlechten Situation im Schulhof- und Sanitärbereich der "Abu El-Soud" Grundschule war die Entwurfsaufgabe, die Architekturstudenten der Universität Stuttgart bearbeiten sollten. Unter allen baulichen Problemen sind die größten im Folgenden aufgelistet: (1) Die Schattenflächen im Schulhof sind begrenzt. (2) Der Sanitärbereich mit den Toiletten- und Waschräumen, der einen direkten Zugang zum Schulhof hat, befindet sich in einem extrem schlechten Zustand. (3) Einige der Klassenzimmer wurden aufgegeben und werden aufgrund ihres schlechten baulichen Zustandes nicht genutzt. (4) Die Verarbeitung der Innenwände und die Unterrichtsausstattung sind von schlechter Qualität. (5) Es gibt eine Trennwand zwischen den zwei Schulgruppen (den Vorschulkindern und den Grundschülern), die eine physische und visuelle Barriere schafft. (6) Der vorhandene Schulhof für die Vorschulkinder ist nicht gestaltet und beinhaltet keine Spielelemente. Der Studentenentwurf an der Universität Stuttgart Unter den Motto “Build together – Learn together” kooperiert das Ezbet Projekt mit einer Entwurfsgruppe der Universität Stuttgart, welche an dem Entwurfsprojekt “Learning and Reading Pavillion for Abu El-Soud Primary School” arbeitet. Der Entwurf wurde mit einer internationalen Studentengruppe an der Universität Stuttgart erarbeitet und entwickelt sowie von Prof. Dominique Gauzin-Müller, DiplIng. Victoria von Gaudecker und Dr.-Ing. Manal El- Shahat (Direktorin des Ezbet-Projektes) betreut. Der Entwurf soll im Sommer 2016 realisiert werden. Alle Partner haben das Ziel, die lokalen Arbeiter und die Bevölkerung Hand in Hand mit den ägyptischen und deutschen Studenten (dem Entwurfsteam) und den Experten bei der Realisierung einzubeziehen. Dies garantiert das beste Ergebnis und die beste Qualität des Entwurfes und fördert das Verbundenheitsgefühl der örtlichen Bevölkerung und der lokalen Arbeiter mit ihrem Umfeld. Das Entwurfsteam besteht aus Studenten, die in kleinen Gruppen betreut arbeiten. Das Team beschäftigte sich mit der Verbesserung des Lernumfeldes in der Schule. Die Architekturentwürfe basierten auf dem einheimischen Lehmbau, ökonomischen und preisgünstigen Bautechniken, sowie hochwertiger Architekturgestaltung der Außen- und Innenräume. Die Entwurfsaufgabe beinhaltet die Lösung der zuvor erwähnten baulichen Probleme des Schulgebäudes. Daher konzentrierte sich die Aufgabe auf die folgenden drei Interventionsbereiche: (1) Die Gestaltung der Freiflächen des Haupthofes und der Spielfläche der Vorschulgruppen durch das Ergänzen von Verschattungselementen, die für unterschiedliche Aktivitäten sowie als Räume unter freiem Himmel, in denen Workshops und / oder Ausstellungen stattfinden können, genutzt werden sollen; (2) Die Umstrukturierung einiger nicht genutzter Klassenzimmer durch das Schaffen von Multifunktionsräumen, wie zum Beispiel einer offenen Bücherei, einem Lese-Pavillion, Musik- oder Computerräumen; und (3) der dritte Hauptbestandteil der Entwurfsaufgabe war der Sanitärbereich, der einen direkten Zugang zum Hof aufweist und an den die Gestaltungsfläche des Lese-Pavillons und die neuen Klassenzimmer angefügt werden. Das Entwurfsteam der Universität Stuttgart wurde in sieben Teilgruppen aufgesplittert, die an unterschiedlichen Vorschlägen arbeiteten. Nach mehreren Phasen, in denen die besten Ideen bewertet und ausgewertet wurden, wurde ein Vorschlag von den sieben ausgewählt, der dann weiterentwickelt und mit den verschiedenen kreativen Ideen der anderen Entwürfe kombiniert wurde. Anschließend wird der Entwurfsvorschlag vor Ort realisiert werden.  Der endgültig ausgewählte Entwurf mündete in einer sehr hochwertigen architektonischen Gestaltung der Innen- und Außenräume der Schule in Bezug auf die Anordnung und die Funktion. Weiterhin schlägt er die Verwendung von lokalen und ökologischen Materialien vor, die das Anpassen an das Klima gewährleisten. Für die Außenraumgestaltung sieht der Entwurf verschiedene Verschattungsräume vor, die für unterschiedliche Tätigkeiten zum Beispiel für Unterricht im Freien, Lese-Pavillion, Spielflächen oder auch einfach nur als Fläche zum Sitzen, Ausruhen und Plaudern während der heißen Tage genutzt werden können.  Die Gestaltung bietet allgemein sehr freundliche, abgeschlossene und gemütliche Räumlichkeiten für die Kinder an. Der Entwurf der Spielflächen beinhaltet Einbauelemente, die zum Spielen, Klettern, Springen oder sich frei im Raum bewegen einladen. Der ausgewählte Entwurf schlug auch eine Grünfläche als Trennelement zwischen den neuorganisierten Räumen und dem Sanitärbereich vor. Diese Grünfläche soll von den Schülern zusammen mit den Lehrern bepflanzt werden. Die Trennwand zwischen den Vorschulkindern und den Grundschülern wurde neu gestaltet und bietet nun visuelle Verbindungen und unterschiedliche Funktionen für die Räume, die die Wand von beiden Seiten umgeben, an. Die Wand selbst soll als Interaktionsplattform kreative Wege des Lesens und / oder Ausruhens und / oder Plauderns ermöglichen.  Der Entwurf enthält auch Lösungen und Maßnahmen für die Innenräume und die Neuordnung der ungenutzten Klassenzimmer. Die Umstrukturierung der Klassenräume ermöglicht neue Räumlichkeiten wie zum Beispiel einen Computerraum, ein Lehrerzimmer oder eine Bücherei mit Leseraum. Der Entwurf zeigt auch verschiedene Ideen für Öffnungen und Steinformationen in den Wänden der inneren Klassenzimmer auf, die für eine Querlüftung und für eine natürliche Belichtung in den inneren Räumen sorgen. Die Hauptkonstruktion der neu zu bebauenden Elemente und der Einrichtung (Wände und Bänke) werden mit Lehmziegeln errichtet, die durch lokale Handwerker leicht produziert und verarbeitet werden können. Das Material und die neu realisierte Konstruktion des Gebäudes sind sehr günstig, da sie aus Lehm hergestellt werden. Schließlich wird die Beteiligung und die Einbeziehung der örtlichen Bevölkerung während des Realisierungsprozesses, welche wichtige Hauptziele des Ezbet-Projektes darstellen, in hohem Maße berücksichtigt. Der Umsetzungsprozess beabsichtigt nicht nur örtliche Handwerker und qualifizierte Menschen von Ezbet Abu Qarn zu beteiligen, sondern auch die Vorschulkinder und die Schüler, da sie die Hauptnutzer dieser Einrichtung sind. Es ist geplant einige Workshops für die Kinder und ihre Mütter zu organisieren, bei denen sie Möbelelemente aus Palmblättern und Töpferarbeiten herstellen sollen.  Die aktuelle (erste) Umsetzungsphase Der architektonische Entwurfsvorschlag der Studenten beinhaltete eine Neu- und Umgestaltung des Sanitärbereichs. Da die sanitären Einrichtungen in der Schule sich in einem extrem schlechten, unhygienischen und ungesunden Zustand befinden, sind die Instandhaltung und die Sanierung dieser ein dringendes Bedürfnis. Dieser Bereich wird als erster Schritt des Schulsanierungsprojektes in den Winterferien der Schule durchgeführt werden. Dieser Bauphase wird höchste Priorität zuteil, da sie einen grundlegenden Schritt für ein gesundes Umfeld für die Schüler in der Schule darstellt. Gleichzeitig wird dieser Teil des Projektes die nächsten Umsetzungsschritte gewährleisten. Der Sanitärbereich besteht aus den Toilettenräumen für die Jungs und die Mädchen sowie den Waschräumen, die sich an der Außenwand zum Schulhof befinden. Jedoch betragen die voraussichtlichen Kosten der Renovierung für den etwa 100 m² großen Bereich (zwei Toilettenräume mit 56 m², die mit dem Waschraum, der etwa 44 m² umfasst und zum Hof ausgerichtet ist, verbunden sind) etwa  5.000 Euro.

 


Boceto de un pabellón de clases y un patio de recreo para la escuela primaria Abu El-Soud en Ezbet Abu Qarn

por Dr. Ing. Manal El Shahat


El patio de recreo en la actualidad
El arranque del proyecto Ezbet El proyecto Ezbet inició en el 2012 con el objetivo de fomentar la educación, la salud y las competencias laborales, los tres pilares más importantes de los esfuerzos en pro del desarrollo sostenible del proyecto. El plan se basa en la cooperación entre instituciones académicas (Universidad
de Stuttgart en Alemania y la Universidad Shams en Egipto) y las ONGs activas en el lugar de trabajo. 
El objetivo principal del proyecto Ezbet es realizar un modelo para el desarrollo urbano sostenible en un asentamiento informal de El Cairo (Ezbet Abu Qarn), con el planteamiento de involucrar a la población local. El proyecto consiste en un esfuerzo participativo e intenta motivar una estrategia de desarrollo “desde abajo” en un asentamiento informal. Además, el proyecto reproduce un modelo participativo donde académicos y estudiantes pueden tener un papel más importante en su campo de acción frente a un proyecto concreto; donde igualmente utilizan sus conocimientos e intereses generales para el desarrollo de la comunidad y para tomar medidas constructivas en pro de un desarrollo sostenible. Una joven generación de académicos lleva la batuta del proceso de desarrollo en campo, acompañada por la población local. Con esta motivación inició el proyecto Ezbet en 2013 su primera iniciativa, que fue una competencia estudiantil. Se le pidió a los estudiantes aplicar su visión y sus diseños a un edificio comunitario, teniendo en cuenta el entorno y usando técnicas de construcción baratas y sencillas que pudieran vincular a todos los actores, especialmente a la población local.
El concepto de desarrollo social para Ezbet
Cuando se observa el trabajo de base para el desarrollo de la comunidad, se descubre que Ezbet se esfuerza por mejorar las condiciones de vida al mismo tiempo que el lugar. Con la convicción de que solamente un grupo poblacional sano y bien educado puede comprometerse activamente y contribuir al proceso de desarrollo, se le pidió al proyecto Ezbet aplicar un programa de desarrollo social y de infraestructura que incluyera medidas y acciones participativas para la población local. Por este motivo el proyecto Ezbet amplió su accionar, para así preparar a la población lugareña para una participación real, activa y efectiva en el proceso de implementación.
Este programa de desarrollo social avanza conjuntamente con las preparaciones de la construcción, además de las investigaciones sobre materiales sostenibles para el diseño del centro comunitario. Posteriormente, el programa social se compromete de lleno con el mejoramiento de la calidad de vida en Ezbet. De otra parte, se ha diseñado también un programa de mejoramiento educativo del cual los habitantes de Ezbet se beneficiarán directamente.
El desarrollo de un entorno mejor para las generaciones futuras
Aún cuando el proyecto Ezbet busca crear un mejor futuro, el objetivo principal recae en la educación y la formación laboral de las nuevas generaciones, las cuales deben realizar los programas de desarrollo y apoyarlos. Por esto, Ezbet se enfoca principalmente en la educación de los niños. El programa educativo no busca ampliar la oferta, sino que se empeña en el mejoramiento de los recursos y las instalaciones ya existentes. En consecuencia, el programa se dedica al mejoramiento de la infraestructura actual para lograr un mejor entorno educativo. Una de estas instalaciones es la escuela primaria “Abu El-Soud”, la más visitada por los niños de Ezbet.
La escuela primara “Abu El-Soud”
En este asentamiento informal se encuentran dos escuelas primarias, ambas en malas condiciones de infraestructura. Las instalaciones de la escuela primaria “Abu El-Soud” requieren seriamente una remodelación. A diario más de 1.000 niños van a esta escuela, ubicándose desde primer grado hasta sexto, más dos grupos de preescolar. La mayoría de estos niños proviene del asentamiento informal Abu Qarn. Cada salón alberga entre 50 y 60 niños, junto con un profesor. El director de la escuela intenta mejorar la situación, pero los recursos financieros son muy limitados.
El área sanitaria se encuentra en un estado deplorable La entrada a la escuela
La situación actual de la escuela primaria “Abu El-Soud”
La reconstrucción de la escuela primaria “Abu El-Soud”, cuyos sanitarios y patio de recreo están en un estado lamentable, fue pensada por los estudiantes de arquitectura de la Universidad de Stuttgart. Entre otros problemas de la construcción, estos son los más serios: 1) las áreas de sombra en el patio son limitadas, 2) el área sanitaria, los sanitarios y lavabos (todos cerca al patio de recreo) se encuentan en condiciones pésimas, 3) algunos salones de clase fueron clausurados debido a su mal estado, 4) los acabados de las paredes interiores y de los salones son de mala calidad, 5) existe una pared divisoria entre los dos grupos escolares (los niños de preescolar y los de primaria) que crea una barrera física y visual, 6) el patio no está diseñado para niños de preescolar y carece de elementos lúdicos.
El boceto hecho en la Universidad de Stuttgart
Bajo el lema de “Build together – Learn together”, el proyecto Ezbet coopera con un grupo de diseño de la Universidad de Stuttgart, el cual trabaja en el boceto “Learning and Reading Pavillion for Abu ElSoud Primary School”. El diseño fue elaborado y desarrollado por un grupo de estudiantes internacionales de la Universidad de Stuttgart, y supervisado por los profesores Dominique GauzinMüller, Victoria von Gaudecker y Manal El- Shahat (directora del proyecto Ezbet). Este diseño debe estar terminado en el verano de 2016. Todos los socios buscan involucrar en la implementación a los trabajadores locales y a la población, junto con los estudiantes egipcios y alemanes (el equipo de diseño) y los expertos. Esta conjunción garantiza los mejores resultados y la mejor calidad del diseño, además de promover la conexión de la población y los trabajadores locales con su entorno. El equipo diseñador consiste de estudiantes que trabajan en pequeños grupos. Los diseños se basan en la construcción con barro, técnicas de construcción económicas, y una estructuración arquitectónica de alto nivel en cuanto a espacios interiores y exteriores.
Concepto para la renovación total de la escuela. Boceto de Anais Charlier y Henriette Commichau.
La tarea de diseño comprende la solución de los problemas de infraestructura ya referidos. Por esto, el enfoque se dirigió a las siguientes áreas de intervención: 1) la estructuración de superficies libres en el patio principal y el área de juegos de preescolar, mediante el uso de elementos de sombra, que las habiliten como espacios al aire libre, o donde puedan realizarse talleres y/o exposiciones; 2) la reestructuración de algunos salones de clase que no se usan en el momento mediante la creación de salones multifuncionales, como por ejemplo una biblioteca abierta, un pabellón de clases, salones de música o de computación; y 3) el área sanitaria, la cual tiene un acceso directo al patio y debe conectarse al pabellón de estudio y a los nuevos salones de clase.
El equipo de diseño de la Universidad de Stuttgart fue dividido en siete grupos, los cuales se pusieron a trabajar en distintas propuestas. Luego de sucesivas fases donde se analizaron y calificaron las mejores ideas se escogió una sola propuesta, la cual fue ulteriormente desarrollada y combinada con aspectos creativos de los otros bocetos. Por último, la propuesta de diseño se implementa en el campo.
El diseño finalmente escogido es un plan arquitectónico de gran valor para los espacios exteriores e interiores de la escuela en relación a su distribución y funcionalidad. Además, se propuso la utilización de materiales locales y ecológicos que se ajusten al clima del lugar. Para el diseño de los espacios exteriores se contemplan diferentes espacios de sombra, los cuales pueden ser usados para diferentes actividades, como clases al aire libre, pabellones de estudio, áreas de juegos, o simplemente para sentarse, descansar y charlar en los días calurosos.
El proyecto ofrece en conjunto espacios amigables, aislados y cómodos para los niños. Las áreas lúdicas incluyen módulos para jugar, escalar, saltar o que se mueven libremente. El diseño final también esbozó un área verde como separador entre los salones renovados y el área sanitaria. Esta área verde debe ser sembrada por los alumnos junto con los docentes. La pared separadora entre los niños de preescolar y los de primaria se rediseñó, y ahora ofrece conexiones visuales y funciones diferentes para los salones a ambos lados de ésta. Aquella misma pared debe funcionar como plataforma interactiva y permitir la creatividad para la educación, el descanso o la conversación.
El boceto contiene también soluciones y medidas para los espacios interiores y la renovación de los salones no utilizados. La reestructuración de los salones permite crear nuevos espacios, como por ejemplo un salón de computación, una sala de profesores o una biblioteca con sala de lectura. El diseño incluye aperturas y formaciones de piedra en las paredes internas de los salones que contribuyan a la ventilación y a una iluminación natural. La construcción principal de los nuevos elementos para edificación y las instalaciones (paredes y bancos) se hacen con barro fabricado por productores locales. Este material permite tener costos muy bajos para la edificación.
Finalmente, se tiene en cuenta la participación e inclusión de la población local con el proceso de implementación, el cual es uno de los mayores objetivos del proyecto Ezbet.
Corte del pabellón de clases.
Pabellón de clases. Diseño de Anais Charlier, Henriette Commichau.
Elementos de sombra en el patio escolar. Diseño de Anais Charlier y Henriette Commichau
El proceso de implementación no sólo tiene en cuenta a los artesanos locales y a los trabajadores calificados de Ezbet Abu Qarn, sino también a los niños de primaria y preescolar, ya que estos son los principales usuarios de las instalaciones. Se han planeado algunos talleres para los niños y sus madres en los cuales se producirán muebles a partir de hojas de palma y barro.
La actual (primera) fase de implementación
La propuesta arquitectónica de los estudiantes incluye la renovación y adecuación del área sanitaria. Ya que los sanitarios de la escuela se encuentran en un estado extremo de insalubridad, la renovación y limpieza de esta área es una necesidad urgente. Este sitio es considerado como el primer paso del proyecto de reconstrucción de la escuela durante las vacaciones escolares de invierno. Esta fase de construcción tiene la más alta prioridad, pues constituye un paso decisivo para garantizar un ambiente sano. Al mismo tiempo, esta fase va a facilitar los siguientes pasos de implementación. El área sanitaria consiste en baños para niños y niñas, además de los lavabos, los cuales se encuentran en el patio. Se
calcula en aproximadamente EUR 5.000 el costo de renovar esta área de 100 m2 (dos baños de 56 m2, con un lavabo de alrededor 44 m2).