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Dr. Adolf Diefenhard (2. v. links) und Sr. Resty Ndagano ( 3. von rechts) zusammen mit ihrem Team des Publik Health Departments [54]

Der Erzbischof von Kampala, Dr. Cipriano Lwanga Kizito, der Vorstandsvositzender des Lubaga Hospital Dr. Sseremba und der Krankenhauskaplan (v. links n. rechts) [54].

Abschied vom FAREWELL LUBAGA Krankenhaus

von Dr. Adolf Diefenhardt [57] [12] 
 
Viele Jahre lebte Adolf Diefenhardt mit seiner Frau Marygio und ihren sechs Kindern in Afrika. Dr. Diefenhardt leitete in Uganda verschiedene Krankenhäuser, arbeitete auf Missionsstationen und in einem Flüchtlingslager im Sudan. Ausgehend von der reichen Erfahrung des Ehepaars Diefenhardt geht er und seine Familie der  Frage nach, wie es möglich ist, im Anderen das Gute zu entdecken..
 
Grüße an Euch alle – der Tag um Abschied zu nehmen ist gekommen! Vertrauen in Gottes Ruf Es war absolut ungeplant, als ich im November 2011 ins Lubaga Krankenhaus kam. Ich hatte ein faszinierendes Leben als medizinischer Koordinator und stellvertretender Geschäftsführer einer gemeinnützigen Organisation, die sich in den Bereichen Lepra und Tuberkulose in mehr als 30 Ländern weltweit einsetzt. Wie aus dem Nichts bekam ich einen Anruf von Schwester Christa Werner aus Eichstätt, die meinen Namen in einem 15 Jahre alten Brief von Dr. Moser (der 2001 verstorbenen ehemaligen Chefärztin des Lubaga Hospitals) las. Sie erzählte mir, dass sie nach zehn schwierigen Jahren eine helfende Hand im Rubaga Krankenhaus (alter Name des Krankenhauses) benötigen. Ich wusste nicht wirklich viel über Rubaga. Ich hatte Rubaga 1997 nur für circa eine halbe Stunde auf dem Rückweg von meinem siebenjährigen Einsatz als Chefarzt im St Joseph Krankenhaus in Kitgum besucht. Ich grüßte dabei kurz Dr. Moser. Als ich 2010 angerufen wurde, zögerte ich zunächst aufgrund meiner bestehenden Lebenssituation das Angebot anzunehmen. Ich hatte einen sicheren Job und 5 meiner 6 Kinder gingen zu der Zeit noch zur Schule. Aber ich hatte in meinem Leben erfahren, dass Gott auch durch ungewöhnliche Situationen und Ereignisse sprechen kann. Also stimmte ich zu 2010 für eine Woche mit meinem Freund Martin ins Krankenhaus zu kommen, um mir ein Bild zu machen. Ich wollte vor allem mit dem Vorstand, dem Chefarzt Dr. Bosco Mutakirwa und dem Kanzler der Erzdiözese Fr Joseph Ntuwa reden. Ich war von der Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit beeindruckt, Dinge in einer schwierigen Lage verändern zu wollen. Als ich dann nach Hause kam, sprach ich mit meiner Frau und meinen Kindern. Es kam kein Widerspruch, im Gegenteil. Auch Misereor war unerwarteter weise interessiert einen Vertrag abzuschließen.  All dies war sehr ungewöhnlich und ein kleiner Hinweis, dass ich diesen Vorschlag ernst nehmen musste. Das Angebot bekamen wir also 2011, und nach einem Gespräch mit meinem Arbeitgeber verließen wir daraufhin Deutschland im Oktober desselben Jahres. Als ich ankam, wusste ich, dass diese Aufgabe schwieriger war und sich um einiges zu der im ländlichen St. Joseph Krankenhaus in Kitgum vor 25 Jahren unterscheiden würde und ebenso zu meiner sechsjährigen Arbeit als regionaler medizinischer Koordinator  für den Malteser Auslandsdienst in Kampala/Nairobi. Ich verstand, dass in erster Linie nicht meine Erfahrungen, sondern meine Bereitschaft zuzuhören und offen für Veränderungen zu sein, auf dem Spiel standen. Ich wusste, dass mir großes Vertrauen entgegengebracht wurde und erfuhr, dass viele meiner Landsleute ihr Herzblut für Uganda und seine Bevölkerung gegeben hatte. Es ist eine außergewöhnliche Ehre und ein Privileg, einem der bedeutendsten katholischen Krankenhäuser Ugandas zu dienen, einem Krankenhaus, das Teil der christlichen Geschichte Ugandas und Afrika ist, und in dem das Wunder geschah, das zur Heiligsprechung der 22 ugandischen Märtyrer geführt hat. Also- was war meine Rolle? Ich erinnere daran, was ich auf der ersten Weihnachtsfeier 2011 sagte: „Ich bin wie ein Fußballtrainer, ein Katalysator, der die Talente der anderen erfasst und versucht, deren Kraft zu mobilisieren. Ich bin nicht der Spieler- ich bin nur der Vermittler. Hier bin ich also um zu lernen, zu verstehen und diese neue Situation mit all seinen Menschen und Herausforderungen zu ergreifen. Was habe ich getan und was habe ich gefunden?   Ich möchte kurz darauf eingehen, wie ich versuchte diese neue Situation anzugehen als ich im Januar 2012 als Geschäftsführer anfing. Eine Organisation besteht im Wesen aus Menschen, aus Strukturen und Systemen. All dies führt zu einem Ergebnis, einem Produkt oder in diesem Fall: zur Versorgung der Kranken. Die Krankenversorgung kann nur nachhaltig verbessert werden, wenn Menschen, Strukturen und Systeme gut organisiert sind. Nur eine gute Struktur, ein guter Boden kann gute Produkte produzieren. Wenn der Boden verdorben ist, kann nichts Nützliches und Bestehendes wachsen. Ein kleines Beispiel: Wenn die Dokumentation der Krankenversorgung nicht sorgfältig ist und nicht der Realität entspricht, ist es sehr schwierig herauszufinden, was vor sich geht und ob sich etwas wirklich verändert oder verbessert. Also – ich sah meine Aufgabe darin, mich auf die drei essentiellen Elemente zu fokussieren: Menschen, Strukturen und Systeme. Nach den ersten bekannten 100 Tagen im Büro legte ich im Februar 2012 dem Vorstand einen Bericht vor. Ich analysierte darin Elemente, die einen leitenden Arbeitsplan für das Krankenhaus für meine Aufenthaltsdauer enthielten. Er wies mehrere Vorschläge auf, welche in den Strategieplan 2010-15 des Lubaga Hospitals einfließen sollten. Was kann ich über die Leute sagen? Als ich hier ankam, warnten mich viele Leute ernsthaft. Eine gute ugandische Freundin riet mir von dieser Arbeit ab, da die Leitung eines Krankenhauses durch einen Deutschen kaum anders als ein Rückfall in Kolonialzeiten wäre. Andere sagten, ich würde mir die Finger verbrennen, ich würde betrogen werden und Leute würden versuchen mich auszunutzen. Die größte Herausforderung seien die Ärzte – manche benähmen sich wie die Herrscher des Universums. Sie dienten nur sich selbst. Viele Leute sagten mir, ich solle niemandem vertrauen und mit einem komplett neuen Team starten. Ich wurde also gewarnt. Mir wurden Listen mit Namen von Mitarbeitern gegeben, die bestochen hatten oder Schmiergelder angenommen hatten und auch von Leuten, die in 2-3 verschiedenen Orten und in geheimen Netzwerken arbeiteten.  Aber ich hatte die starke Ansicht, dass es wichtiger ist, die Mitarbeiter erst einmal zu akzeptieren und ihnen mit Sympathie zu begegnen, als meine Arbeit mit Misstrauen zu beginnen. Ich glaube, ich habe versucht dies mit einem aufrichtigen Herzen während meines gesamten Aufenthalts im Lubaga Krankenhaus zu beherzigen. Also – was war mein Plan? Im Kernpunkt war es mehr ein Dasein als ein Plan. Ich wollte diese Sympathie, die Gott mir im Leben  zeigte, allen Mitarbeitern zeigen. Ich wollte mehr ein Bruder und Freund, ein Begleiter auf einer Reise sein. Um die Reise fröhlicher, weniger ermüdend, schmerzhaft und sorgenlos zu gestalten, um uns gegenseitig zu unterstützen, dankbarer und bedeutender zu sein, müssen wir einsehen, dass das Ziel und die Bestimmung gut für jeden von uns ist. Mit diesem Bewusstsein der gegenseitigen Achtung, dem Willen Dinge zu verbessern und der Gnade Gottes haben wir wirklich unglaublich viel erreicht in diesen 3 Jahren. Ich bin sprachlos, wenn ich sehe, was wir alles geleistet haben und wie wir Freunde geworden sind. Vielen Dank, dass ihr an meine Tür geklopft habt! 

Despedida del hospital Farewell Lubaga

por Adolf Diefenhardt
 
junto al equipo de trabajo del Departamento de Salud Pública. Adolf Diefenhardt, su esposa Marygio y sus seis hijos vivieron muchos años en África. El Dr. Diefenhardt dirigió varios hospitales en Uganda, trabajó en grupos de misioneros y en un hogar de refugiados en Sudán. A partir de la rica experiencia hecha por los Diefenhardt, esta familia explica cómo es posible descubrir la bondad en los demás …
Saludos a todos. ¡El día de la despedida ha llegado! Confianza en el llamado del Señor Mi llegada al hospital de Lubaga en 2011 no fue planeada en absoluto. En ese entonces tenía una vida fascinante como coordinador médico y representante de una organización sin ánimo de lucro que lucha contra la lepra y la tuberculosis en más de 30 países.
Repentinamente recibí una llamada de la hermana Christa Werner, desde Eichstätt, quien leyó mi nombre en una carta de la Dra. Moser de hace 15 años (Moser fue directora del hospital de Lubaga, muerta en el año 2001). Werner me aseguró que tras una década de trabajo duro en el hospital de Rubaga (como se llamaba anteriormente el hospital) necesitaba colaboración. De Rubaga no sabía mucho en ese entonces. En 1997 había visitado fugazmente ése lugar al volver de mi servicio de siete años como jefe médico en el hospital St. Joseph en Kitgum. Recuerdo que ese día pude saludar rápidamente a la Dra. Moser.
Cuando recibí la llamada de Werner en el 2010 dudé de aceptar la propuesta, a causa de la fase de mi vida en la que me hallaba. Entre otras cosas tenía un trabajo seguro, y cinco de mis seis hijos iban aún a la escuela. No obstante, en el transcurso de mi vida he aprendido que Dios también se manifiesta a través de situaciones y eventos inesperados.
Primero acepté visitar el hospital durante una semana para hacerme una idea de la situación, con la compañía de mi amigo Martin. Sobre todo quería poder hablar con la dirección, el jefe médico Dr. Bosco Mutakirwa y el canciller de la arquidiocesis Fr. Joseph Ntuwa.
Quedé impresionado con la seriedad y la decisión que había de cambiar las cosas en un contexto de grandes dificultades. Al volver a casa tuve una conversación con mi mujer y mis hijos. Ninguno de ellos se opuso, todo lo contrario. Además, inesperadamente la organización Misereor también estaba interesada en hacer un contrato. Este cúmulo de hechos me parecía extraordinario, y por lo tanto constituía una señal de que debía considerar la oferta con toda seriedad.
En 2011 recibimos la propuesta final, y luego de una conversación con mi empleador decidimos abandonar Alemania en octubre del mismo año.
Al momento de llegar supe que esta tarea sería diferente (y aún más difícil) a lo vivido en el hospital St. Joseph en Kitgum hace 25 años, e igualmente respecto a mis seis años de trabajo como coordinador médico regional para el servicio internacional de Malta en Kampala/Nairobi.
Rápidamente comprendí que esta vez no era mi experiencia la que iba ponerse a prueba, sino mi capacidad de escuchar y de mantenerme abierto a los cambios. Supe que se había depositado una gran confianza en mí, y que muchos de mis compatriotas habían hecho grandes sacrificios por Uganda y su gente. Es un honor extraordinario y un privilegio servir en uno de los hospitales católicos más importantes de Uganda, un sitio que es parte de la historia cristiana de África y donde ocurrió el milagro que llevó a la canonización de los 22 mártires ugandeses.
¿Entonces cuál era mi papel? Recuerdo bien lo que dije en la primera fiesta navideña de 2011: “Yo soy como un entrenador de fútbol, un catalizador, alguien que aprecia el talento de los demás e intenta mobilizar sus fuerzas. No soy un jugador, solamente soy el intermediario. Aquí también he venido a aprender, a entender, y a hacer lo mejor de esta nueva situación junto con todas las personas y los desafíos que vienen con ella.” ¿Qué fue lo que encontré y qué hice? Quisiera dedicar un momento a explicar cómo abordé esta situación al asumir labores como gerente en enero de 2012. En esencia, una organización consiste de personas, estructuras y sistemas; todas estas cosas producen un resultado o un producto, que en este caso es el cuidado de los enfermos. La atención a los enfermos es susceptible de mejoras solamente cuando las personas, las estructuras y los sistemas se organizan correctamente. Solamente una buena estructura y un suelo fértil pueden dar buenos frutos. Si el suelo está en mal estado no puede darse nada de utilidad. Por ejemplo: cuando la documentación del tratamiento de los pacientes no se hace con cuidado y no se ajusta a la realidad es muy complicado entender lo que está pasando, ni saber si se han dado cambios o mejorías. En consecuencia, mi tarea era concentrarme en los tres elementos esenciales: la gente, las estructuras y los sistemas.
Luego de los primeros 100 días en el cargo hice un informe para la dirección, el cual se presentó en febrero de 2012. En el reporte analicé los elementos que sustentaban un plan de trabajo en el hospital durante mi administración. Allí realicé varias propuestas para alimentar el plan estratégico 2010-2015 del hospital de Lubaga. ¿Qué puedo decir de la gente? Recién llegué a ése lugar recibí varias advertencias. Una buena amiga ugandesa me desaconsejó asumir
el cargo, pues el hecho de que un alemán ocupara allí la dirección de un hospital se vería como un eco de los tiempos coloniales. Otros decían que iba a terminar mal, que la gente me iba a traicionar y a utilizar. El mayor desafío eran los médicos – algunos de ellos se comportaban como si fueran los dueños del mundo. Algunos de esos médicos solamente trabajaban para sí mismos. Muchos me decían que no debía confiar en nadie, y en lo posible despedirlos a todos y arrancar con un equipo nuevo. Eso me dijeron. También me entregaron listas con nombres de trabajadores que habrían aceptado sobornos y coimas, además de otras personas que habrían trabajado en 2 ó 3 lugares en redes encubiertas.
Pese a todo, yo tenía la fuerte convicción de que es más importante aceptar en un principio a los trabajadores tal como son, de abordarlos con simpatía en vez de empezar el trabajo cargado de desconfianza. Creo que durante toda mi estadía en el hospital de Lubaga intenté mantener esta premisa con franqueza de corazón. Entonces, ¿cuál era mi plan? En esencia se trataba más de una presencia que de un plan. Yo quería infundir en los trabajadores la simpatía que Dios mismo me había mostrado. Más que nada quería mostrarme como un hermano y un amigo, un guía para el camino. Con tal de hacer la travesía más alegre y menos fatigosa, dolorosa y preocupante, para apoyarnos mutuamente y ser más agradecidos y significativos, tenemos que entender que el destino y los objetivos son buenos para cada uno de nosotros. Con la conciencia del respeto hacia los demás, con el deseo de mejorar y con la gracia de Dios verdaderamente pudimos alcanzar muchas cosas en esos tres años. Me quedo sin palabras al ver cuánto logramos y cuán amigos llegamos a hacernos. ¡Muchas gracias por haber golpeado a mi puerta!